Mama testet...den Britax Römer Dualfix Reboarder

Hallo Ihr Lieben, 
als meine Tochter 2 Jahre alt war, ist uns an der roten Ampel ungebremst ein Auto hinten aufgefahren. Meine Tochter saß damals in einem vorwärtsgerichteten Kindersitz und wurde, wie wir, ziemlich nach vorne geschleudert. Ihr schwerer Kopf war dabei nach vorne geflogen, die Schultern wurden jedoch von den beiden Gurten zurückgehalten, der Nackenwirbel stark überstreckt. Die Nackenprobleme machten sich sofort nach dem Unfall bemerkbar und meine Kleine brauchte einige Monate Behandlung, bis sie wieder schmerzfrei war. 

 Auf der Suche nach einem Kindersitz für meinen Kleinen sind wir dann auf einen Reboarder, also rückwärtsgerichteten Kindersitz, aufmerksam geworden. Dem Britax Römer Dualfix.

  
In den skandinavischen Ländern schon ein tägliches Bild, werden die Reboarder, auch bei uns zum Glück immer bekannter. 

Der Britax Römer Dualfix gehört zur Kindersitzgruppe 0/1 und ist, mit einem mitgelieferten Neugeborenen-Einsatz bereits ab Geburt, bis zu einem Körpergewicht von 18 Kilogramm, also ca. 4 Jahren, nutzbar. 


Der Kindersitz hat verschiedene Sitz-und Liegepositionen und von 0 bis 9 Kilogramm nutzt man ihn wie eine Babyschale. Zwischen 9-13 Kilo kann man ihn noch als Schale nutzen. Das finde ich prima, denn mein Kleiner schläft noch recht viel im Auto, aber in seine erste Babyschale passt er nun mit seinen fast 10 Kilo nicht mehr hinein. 

Zwischen 9-18 Kilogramm sitzt das Kind dann auch aufrechter und kann durch die Erhöhung gut nach draußen schauen.


An diesem Griff kann man die Kopfstütze ganz leicht in der Höhe verstellen, so dass der Sitz gut mitwächst. Und auch die Schultergurte lassen sich beim Ein-und Aussteigen einfach mit einem Handgriff lockern und wieder festziehen.


Der Einbau des Reboarders war ganz einfach. Eine Anleitung ist seitlich am Sitz aufgezeichnet. Darüber ist auch die Leiste (mit Pfeil), bei welchem Gewicht (0-13 Kilo oder 9-18 Kilo) der Sitz wie eingestellt wird. Wir befinden uns gerade in dem Kilobereich, in dem beide Einstellungen gehen. 


Dazu findet man in einer hinteren Klappe ein ausführliches Handbuch.


Dank des Isofix-Systems, ist ein direkter Anschluss an die Isofix-Befestigungspunkte im Auto möglich und der Kindersitz ist sofort sicher und fest installiert. 



Dazu wird im Auto ein Stützfuß ausgefahren, der den Sitz zusätzlich stabilisiert


Den Dualfix Kindersitz gibt es in verschiedenen Farben, die Ihr (hier) sehen könnt. Der Stoff ist abnehmbar und waschbar. Die Schultergurte und Seiten sind weich gepolstert, der Seitenaufprallschutz durch die hohen und tiefen Seitenteile rundum gegeben. Meinen Kleinen interessierten aber nur die tollen Roboter auf seinem Sitz ;-)


Bei Stiftung Warentest hat der Britax Römer Dualfix bei dem letzten Test nur mit "ausreichend" abgeschnitten. Als wir uns den Test jedoch genauer durchgelesen haben, stellte sich heraus, dass er nur abgewertet wurde, weil das Gurtsystem für Neugeborene zu lang sein soll. Für Kleinkinder, wurde er als sehr sicher eingestuft und die 5-Punkt Gurte sitzen bei unserem Kleinen optimal!  

 Britax Römer hat dazu auch (hier) in einem tollen Video Stellung genommen.


Im Auto lässt der Sitz sich mit einem Handgriff um 360 Grad drehen. Dadurch kann man das Kind seitlich in den Sitz hineinsetzen und dann in die gewünschte Richtung drehen. Ich liebe diese Funktion! Sie schont meinen Rücken, der Gurt lässt sich leichter anlegen und das einfache Hineinsetzen, ist für uns beide sehr bequem. 


Der Sitz kann ab 9 Kilogramm auch vorwärtsgerichtet genutzt werden. Diese Funktion finde ich klasse, wenn wir z.B. im Stau stehen und der Beifahrer das Kind bespaßen muss (das gibt es bei unseren Unternehmungen und Reisen öfters mal). Bisher bin ich dann immer nach hinten geklettert ;-) 



Aber solange wie möglich, wollen wir den Sitz rückwärtsgerichtet nutzen. Daher auch die Entscheidung für einen Reboarder. Denn 25% aller Kleinkinder, die vorwärts gerichtet in einen Frontalunfall verwickelt werden, tragen schwere Wirbelsäulen-und Kopfverletzungen davon oder sterben sogar, da der Kopf zu stark nach vorne geschleudert wird und die Gurte die Schultern zurückhalten. (Quelle: Reboard-Kindersitze e.V.)
 
Genau wie die Verletzungen bei meiner Tochter damals. Und ich würde auch nie wieder sagen, uns trifft es nicht. Denn wir konnten unseren Unfall nicht verhindern!


Auch den Bequemlichkeitstest hat der Kindersitz bestanden! Mein Kleiner schlief bereits bei der ersten Fahrt sofort ein. Hier haben wir den Sitz in der leichten Schlafposition eingestellt, also nicht ganz gerade, aber auch nicht ganz gekippt.



Alle Produkt Merkmale, wichtigen Informationen, das Zubehör, sowie ein Video zu dem Einbau und allen Funktionen des Kindersitzes bekommt Ihr (hier). 

Es lohnt sich, das Video ganz anzuschauen. Denn darin wird dieses Multitalent vom Neugeborenen-, bis zum Kleinkindalter gezeigt.


Wir haben bei uns noch einen Spiegel an die Kopfstütze des Rücksitzes angebaut. Den hatten wir schon bei der Babyschale, denn ich finde es schön, wenn mein Kind mich und ich mein Kind sehen kann. 


Und wenn man sich unsicher ist, ob der Sitz in sein Auto passt, kann man auf der Internetseite von Britax Römer den Fit Finder (hier) nutzen.

Dort kann man das Alter und Gewicht des Kindes, sowie die Fahrzeugdaten eingeben, und sieht sofort, welcher Kindersitz aktuell passend ist. Als wir dann den Dualfix anklickten, wurde uns angezeigt, an welchen Stellen in unserem Auto wir den Sitz einbauen können. Total klasse!!!


Ich kann Euch den Britax Römer Dualfix empfehlen, wenn Ihr einen sicheren, komfortablen und einfach zu bedienenden Reboarder für Euer Kind sucht und es lohnt sich die Anschaffung bereits ab dem Säuglingsalter, da man drei Sitze in einem bekommt (Babyschale, rückwärtsgerichtet und vorwärtsgerichtet).


Dieser Post wandert auch in meine Rubrik "Mama testet", damit Ihr ihn bei Bedarf immer leicht wiederfinden könnt. 

Bis bald, Eure Tanja